Apokalypsen

Im Jahre 1888, also zu Zeiten des Sozialistengesetzes, schreibt der naturalistische Schriftsteller Conrad Alberti in einer der führenden naturalistischen Zeitschrift, der „Gesellschaft“, einen Aufsatz mit der Überschrift: „Die Bourgeoisie und die Kunst“. Es heißt:
„Künstler! Genossen! Ihr Alle oder sage ich Ihr Wenigen? (…) ihr, die ihr noch eine wahre und große Liebe hegt für die wahre und große Kunst (…) Ihr habt gesehen, der heutige Niedergang der Künste ist kein bloßer arger Zufall, er ist eine soziale Notwendigkeit, es liegt im Wesen der Bourgeoisie, daß sie AlIes korrumpiert, materialisiert und vergiftet, was in ihren Bereich gerät, und so auch die Kunst daß sie dieselbe systematisch untergraben, herabziehen, vernichten muß. Und das soll das Ende sein? Horch, welch Tosen und Donnern und Rollen. Der Erdboden schwankt, die Paläste stürzen, Feuerwolken schnauben einher und der Würgeengel geht über die Erde.
Ein riesiger Dämon mit rauch- und staubgeschwärztem, faltigem Antlitz, mit fürchterlichen Muskeln, mit eisernen Fäusten (mehr …)