Ausstellung

„Schaffen, was in mir ist“-  Frauen im

Umfeld des Friedrichshagener Dichterkreises.

Wer waren die Frauen, die in direktem oder vermitteltem Kontakt zum Dichterkreis standen?
Oft vergessen oder nicht wahrgenommen, werden sie nun in einer kleinen Ausstellung vorgestellt.

HEDWIG LACHMANN (1865-1918) war eine Dichterin und Übersetzerin, die an der Seite ihres Mannes Gustav Landauer, literarisch Bedeutendes geleistet hat.

FRIDA STRINDBERG, geb. Uhl (1872-1942), war die zweite Ehefrau des großen Schweden August Strindberg. Für den wurde die Ehe zum ‚Inferno‘, für sie war die Beziehung nach genügender Distanz lebenslang Stoff sentimentaler Erinnerung.

LAURA MARHOLM (1854-1928) war eine bedeutende Streiterin in der deutschen Frauenbewegung; ihre Essays scheinen heute noch modern und lesbar. Als Frau an der Seite Ola Hanssons – für kurze Zeit auch in Friedrichshagen – hat sie viel für die Etablierung moderner skandinavischer Literatur in Deutschland getan.

JULIE WOLFTHORN (1865-1944) hat als bedeutende Malerin einige der Dichterfreunde porträtiert.

DAGNY PRZYBYSZEWSKA (1867-1901) war neben ihrer schriftstellerischen Produktivität für ein paar Jahre die Ikone eines ‘fatalen’ Frauentyps, der für ein paar Jahre die Phantasie des subkulturellen Berlins beherrschte.

PAULA DEHMEL (1862-1918) hat Bedeutendes für die Kinderliteratur der Jahrhundertwende geleistet.

Die Ausstellung wird ab dem  24.4.2009 zu den üblichen Öffnungszeiten gezeigt.

Kulturhistorischer Verein Friedrichshagen e.V. in Zusammenarbeit mit Brunhilde e.V.

Als begleitende Publikation zur Ausstellung  haben wir ein Sonderheft unserer Zeitschrift  „Hinter der Weltstadt“ (Ausgabe 18, 48 S.) herausgegeben. Vier AutorInnen schildern  Leben und Leistung der sechs Frauen im Umfeld der Friedrichshagener. Die Aufsätze sind illustriert.