Veröffentlichung Buchreihe „Edition Friedrichshagen“

edition friedrichshagen 12 (Mai 2011)

Rolf F. Lang (Hrsg.)

Neue Gemeinschaft. 1900 – 1902. Bd. I – II.

Ein Reprintdruck in zwei Bänden. Format A4, 198 S., 142 S., histor. Umschlagseiten meist farbig, brosch., Bd.I-II 28.50 € – ISBN 3 – 9806805-6-8

An der Wende zum neuen Jahrhundert gründeten die Brüder Hart mit anderen `Alt-Friedrichshagenern` die NEUE GEMEINSCHAFT, ein Wohn- und Lebensprojekt am Schlachtensee bei Berlin, das als Gegenentwurf zur bürgerlichen Gesellschaft gedacht war; `durch Absonderung zur Gemeinschaft`(G. Landauer) war das sozialaristokratische Credo dieser Gründung – unter maßgeblicher, allerdings nur anfänglicher Mitwirkung von Gustav Landauer, Kopf der Anarchistenbewegung und Siedlungsreformer und seines Freundes Erich Mühsam, dem seinerzeit jungen Literaten und Anarchisten; außerdem wirkten mit der Schriftsteller Wilhelm Bölsche, der Maler und Illustrator der Lebensreformbewegung, Fidus. Der Poet und Vagabund Peter Hille war ein ständiger Gast, sowie vorübergehend die Dichterin Else Lasker-Schüler … und viele andere aus der Berliner subkulturellen Szene.


edition friedrichshagen 11 (Juli 2008)

Heike Friauf (Hrsg.)

Der Fuchs und die Vögel. Gedankenspaziergang für
Günter Bruno Fuchs

Mit Gedichten und Gedanken von Christoph Meckel, Günter Bruno Fuchs,
Johannes Bobrowski, Klaus Völker, Anja Fuchs, Peter Hille

Format A5, 120 S., zahlr. Abb., brosch. , 12.80 Euro – ISBN 978-3-00-025111-5

Der „Gedankenspaziergang“ erscheint zum 80. Geburtstag des verehrungswürdigen Dichters und Graphikers Günter Bruno Fuchs, geboren am 3. Juli 1928 in Berlin, gestorben ebenda am 19. April 1977.

Fuchs kam gern nach Friedrichshagen im Südosten von Berlin. Hier begegnete er in persona und im Geiste den Dichtern Johannes Bobrowski, Peter Hille, Christoph Meckel, Christa Reinig, Paul Scheerbart und vielen anderen, die in diesem Buch zu Wort kommen. Dichten ist eine einsame Kunst. Doch belegen die hier versammelten Gedichte und Gedanken, wie wichtig, wie ersehnt und wie fruchtbar zugleich der Austausch unter Arbeitskolleginnen und -kollegen sein kann.

„Befragt, ob es den Friedrichshagener Dichterkreis noch gebe, antworte ich wahrheitsgemäß mit Ja.“ (Johannes Bobrowski, ca. 1962)

Der Mittelpunkt und Motor des neuen Friedrichshagener Kreises, der großherzige Schriftsteller und trinkfreudige Freund Johannes Bobrowski, der immer auch Lektor war, zuerst bei Lucie Groszer im Altberliner Verlag, seit 1959 im Union Verlag, er starb 1965. Mehr als vierzig Jahre ist das her, und seitdem sind wieder und wieder Literaturfreunde, Kunstinteressierte und andere Menschen nach Friedrichshagen gekommen, um sein Arbeitszimmer in der Ahornallee Nummer 26 zu besuchen. Nicht wenig schuld daran ist das 1971 erschienene Buch von Gerhard Wolf mit den Fotos von Roger Melis, „Beschreibung eines Zimmers. 15 Kapitel über Johannes Bobrowski“, die einzigartige Annäherung an das Werk des Dichters mittels der Betrachtung seines Arbeitszimmers.

Wolf, selbst ein wichtiger Schriftsteller, ist auch ein einfühlender Chronist der Begegnung zwischen Günter Bruno Fuchs und Johannes Bobrowski. „Vielleicht hat Bobrowski in Fuchs etwas gesehn, das er nicht selbst besaß oder nur in Stunden unter Freunden offenbarte: Clownerie und Komödiantentum, graziös und ein bißchen verstaubt, einen Nachhall von Bohème in einer Umgebung, die schon ganz anders ist. ‚Freund der Vögel, Blumen und Kinder’ sagt man von Prévert, Fuchs ist es auch, nur wechselt mit dem Ort auch das Format. Verquer spielt er Sancho Pansa, um seine Mitwelt mit humanem Sentiment zu beschämen. Ein verhinderter Rebell und Bremer Stadtmusikant inmitten der Weltberliner City.“

Hinter der Clownerie eines Künstlers wacht existentieller Ernst. Ein Freund der Vögel ist kein Feind der Menschen, doch er steht als dünnhäutiger Beobachter neben ihnen, möchte nur zu oft, wenn das Menschliche allzu menschlich wird, davonflattern und sich auf einen sicheren Ast setzen, von dem aus das Elend wiederum noch genauer zu verfolgen ist, Steuererklärungen, Rivalitäten, Konkurrenzdruck, Versagensängste, finanzielle Sorgen. Da bedeutet die Gruppe der Freunde und Kollegen Hilfe, Unterstützung in der Arbeit, Selbstvergewisserung, auch willkommene Ablenkung von der Misere, die sich die Gattung Mensch selbst unermüdlich bereitet.

„Die Freude am Spaß feiert Feste“, schreibt Gerhard Wolf über die Treffen in der Ahornallee. Der andere höchst wichtige Friedrichshagener Dichter, Karl Mickel (1935 – 2000), brachte dieselbe Lebensnotwendigkeit auf die Formel: „Spaß muß es machen, sonst macht’s keinen Spaß.“

Der Unernst ist jedoch eine schwierige Kunst. Es ist einfacher, ernst, nüchtern zu schreiben, als wild ausgesponnene, lustige Ideen zu Literatur zu formen. Dies aber war Fuchsens Begehr.

Fuchs schreibt in das Exemplar seines frisch erschienenen „Krümelnehmers“, das er Bobrowski überreicht:

meinem großen geliebten Berg

von Friedrichshagen

meinem lachenden

Müggelturm

von seinem

dicken Kanaldampfer

in Umarmung Berlin/Okt. 63GBF

Die Freunde und geschätzten Kollegen von Bobrowski und Fuchs lebten und arbeiteten in der Gegenwart des bereits Geschriebenen und im alltäglichen Austausch untereinander. Sie waren verbunden durch Zuneigung, Auseinandersetzung, ernsthafte Kritik, Neidgefechte und allergrößte Hochachtung vor dem Werk des anderen. Dies erscheint uns heute, angesichts eines gnadenlos umsatzorientierten Kulturbetriebs, in dem nicht humanistische Solidarität unter Menschen, sondern entmenschlichende Konkurrenz hochgehalten wird, kostbarer denn je.

(Heike Friauf)



edition friedrichshagen 10 (Mai 2005)

Rolf F. Lang (Hrsg.)

Heinrich Hart u. Julius Hart: Erinnerungen aus der Frühzeit der literarischen Moderne – 1880 bis 1900

Inhalt: Julius Bab: Ansprache zur Feier des 70. Geburtstages von Julius Hart (1929) – Heinrich Hart: Literarische Erinnerungen. Aus den Jahren 1880-1905 – Die neue Literatur – Wir Westfalen – Julius Hart: Aus meinen Lebenserinnerungen. Mein erster Winter in Berlin. Wie der Deutsche Literatur-Kalender entstand. Die Entstehung der Freien Bühne. Friedrichshagen I. Friedrichshagen II. Personenverzeichnis

Format A5, 151 S, s/w Abb., Reg., Umschlag kartoniert

Preis: 12.80 ISBN 3 – 9806805-9-2

Vorwort Was macht das Leben und das Werk der Brüder Heinrich (1855-1906) und Julius Hart (1859-1930) für uns heute noch interessant, mitunter spannend? Beide betraten als blutjunge Adepten die Welt der Literatur, die sich seit etwa 1875 im Umbruch befand und mischten sich ein. Ihr Medium war die Zeitschrift, mit der sie selbstbewußt – mitunter allzu selbstbewußt – das literarische Geschehen in Deutschland ins Visier nahmen. „Kritische Waffengänge“ (1882-84) nannten sie das wichtigste Organ ihrer publizistischen Angriffe, – einige andere waren vorausgegangen – mit dem sie gegen wirklichkeitsferne und seichte Verfertigungen einer Spaß- und Unterhaltungskultur im Buch und auf der Bühne fochten. Der Schauplatz ihrer frühen Gefechte war das aufstrebende, mächtig gärende Berliner Kulturleben der 80er Jahre; auf ihrem Panier leuchtete die Angriffsvokabel, mit der sie dann in die Annalen der deutschen Literaturgeschichte eingingen: Naturalismus.

Die zahlreichen, kurzlebigen Zeitschriftengründungen der Brüder Hart (1885: Berliner Monatshefte für Literatur, Kritik und Theater; 1889: Kritisches Jahrbuch) waren immer zugleich auch wichtige Sammelplätze für junge aufstrebende Autoren. Auf ihnen organisierten sich gewissermaßen die zahlreichen schreibenden Einzelkämpfer zu dem, was wir heute naturalistische Literaturrevolte nennen. Und die Harts waren mit ihrem ausgeprägten Sinn für literarische Qualität und ihrem Sendungsbewußtsein, einer Entwicklung die Richtung zu geben, die Katalysatoren.

Wer aus der deutschen Provinz mit literarischen Plänen und Ambitionen nach Berlin kam, klopfte zuerst bei den Harts an die Tür; zu ihnen gehörten – um nur einige zu nennen – Lou Andreas Salomè, Christian Morgenstern, Peter Hille, Erich Mühsam … Ihr kümmerliches Quartier in der Luisenstraße wurde zur Zentrale des „Jung-Berlins“.

Ihre eigenen literarischen Arbeiten (H. Hart: Versepos „Lied der Menschheit“/1888/, J. Hart: Gedichtsammlung „Sansara“/1878/, „Homo sum“/1889/) werden in der literarischen Zunft gefeiert, allerdings ist die Zahlungsprosa des Lebensalltags damit nicht zu bestreiten. Dies leistet dann ihr Frondienst als Literatur- und Theaterkritiker bei der Berliner Zeitschrift „Tägliche Rundschau“, wo sie bald eine geliebte und zugleich gefürchtete Institution werden. Julius Hart wechselt später mit dieser Aufgabe zum Berliner „Tag“.

Nebenher – meistens bewerkstelligten sie ihre wichtigsten Anliegen nebenher – sind sie an der Gründung zahlloser literarischer Vereine beteiligt: 1886 „Durch!“, 1889 „Freie Bühne“, 1891 „Freie literarische Gesellschaft“, die alle für die Durchsetzung des literarischen Naturalismus streiten.

Ihre Friedrichshagener Zeit verbindet sie vor allem mit zwei Projekten: mit der von Bruno Wille 1890 initiierten „Neuen Freien Volksbühne“ und der von Wilhelm Bölsche ab 1891 geführten Zeitschrift „Freie Bühne“ (heute noch als „Neue Rundschau“), dem neben der „Gesellschaft“ aus München bedeutsamsten Publikationsorgan der naturalistischen Bewegung.

Um 1895/96 verlie§en sie Friedrichshagen in Richtung Berlin. Im Jahre 1900 reaktivieren die Harts mit den für diese Generation nachhaltigen „Wende-Hoffnungen“ alte Friedrichshagener Freunde für die Schaffung des „Giordano-Bruno-Bundes“. Und im Geiste eines neuen kulturaristokratischen Sendungsbewußtseins gründen sie schlie§lich die erste deutsche Landkommune, die „Neue Gemeinschaft“ in Berlin am Schlachtensee.

Unsere Schrift enthält eine Auswahl von autobiografischen Texten der Brüder Hart. Heinrich Harts Schriften wurde von Julius Hart nach seinem frühen Tod im Jahre 1907 in einer vierbändigen Ausgabe herausgebracht. Den umfangreichen Erinnerungsteil haben wir in unsere Auswahl aufgenommen. Für Julius Hart existiert keine vergleichbare Werkausgabe. Seine autobiografischen Aufsätze sind noch zu seinen Lebzeiten weit verstreut publiziert worden. Daher schien uns eine Sammlung seiner Erinnerungen sinnvoll. Vorangestellt haben wir eine Laudation von Julius Bab (1880-1955) auf Julius Hart zu seinem 70. Geburtstag, die jedoch den beiden unzertrennlichen Brüdern gilt.

Die Erinnerungen beider Autoren ergeben ein sehr informatives und anschauliches Bild über das literarische Berlin der 80er und 90er Jahre des 19. Jahrhunderts. Ihr Humor macht den Text auch zum Lesevergnügen.

Rolf F. Lang / Ortwig, Mai 2005


edition friedrichshagen 9 (2005)

Wolfgang Barthel: Ernst Schurs Kleist-Bezug. Mit einem Rückblick ins 19. Jahrhundert und Seitenblicken auf Zeitgenossen Schurs. Ein Beitrag zur Wirkungsgeschichte Heinrich von Kleists. 1910-1912

166 S. umfangr. Dok.teil, zahlr. s/w Abbn., zahlr. Register, Umschlag A5, kartoniert
Preis 12.80 Euro ISBN 3-98 06 805-2-5

Inhalt

Aus Schurs Leben

  1. Schurs Artikel über Kleist von 1910 und 1911
  2. Schurs Veröffentlichung von Briefen Kleist
  3. Das Kleistbrevier von 1912
  4. Die moderne Ingenieurkunst, die Reform des Theaters und der Kleist Ernst Schurs
  5. Die Kleistrezeption der sogenannten Modernisten nd das Bild vom Ringenden
  6. Die Rolle antiker Vorbilder bei Ernst Schur
  7. Rückblick: Heinrich von Kleist im 19. Jahrhundert
  8. Seitenblicke: Hart, Herzog, Sadger, Sieke
  9. „Modernisten“ und Nationalisten zu Kleist
  10. „Pfadsucher“ in der Kultur
  11. „Renaissance“ – eine Vision Schurs
  12. Weitere Implikationen und Fazit
  • Anmerkungen
  • Namenverzeichnis
  • Die im Text erwähnten Werke Ernst Schurs
  • Die im Text erwähnten Werke Heinrich von Kleists
  • Die im Text erwähnten Zeitungen und Zeitschriften
  • Nachbemerkung

Anhang: Ernst Schur über Heinrich von Kleist

„Die Beschäftigung des Schriftstellers Ernst Schur (1876-1912) mit Heinrich von Kleist (1777-1811) in den Jahren 1910-1912 ist längst vergessen und wurde auch von der Kleistforschung in den vergangenen neunzig Jahren kaum zur Kenntnis genommen, obgleich sie in zwei Editionen (Briefe und Brevier) und mehreren Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln, die ein kohärentes Kleistbild zeichnen, ihren Niederschlag gefunden hat. Dazu wird Schurs pathetischer, lyrisch beschwingter, teils schwülstig-emotionaler Schreibstil, der freilich gewollt war, nicht minder beigetragen haben wie seine Abneigung gegen die zeitgenössische positivistische Philologie. Doch hat umgekehrt auch diese die außerphilologische Rezeption Kleists nur mit Geringschätzung behandelt. Dabei haben Schurs Beiträge zu Kleist zum Paradigmenwechsel in der Kenntnis über den Dichter, der sich in Deutschland zwischen 1890 und 1914 vollzog, einen wenn auch bescheidenen Beitrag geleistet. Ebenso wie die Schriftsteller Wilhelm Herzog (1884-1960), Julius Hart (1859-1930) und andere Autoren, die 1911/12, anläßlich der einhundertsten Wiederkehr des Todestages Kleists am 21. November 1911, beachtenswerte Texte über Kleist veröffentlichten, hat er die heute unbestrittene Modernität Kleists betont und geholfen, ihn und sein Werk im 20. Jahrhundert heimisch zu machen.

Die sogenannten „Modernisten“ entwickelten ihr Kleistbild zugleich in Opposition zur deutschnationalen Kleistdeutung, die seit 1870 an Boden gewann und sich ebenfalls modern gab, sich jedoch vorzugsweise auf andere Werke Kleists berief als jene. Beide Richtungen haben, manchmal konfliktbetont, meistens einander ignorierend, den Eintritt Kleists ins 20. Jahrhundert befördert und ihn teils humanitätsorientiert, teils politische Oppression stützend zukunftsfähig gemacht und so sein Werk lebendig erhalten.

Die vorliegende Studie ist als Essay angelegt, enthält jedoch zahlreiche Anmerkungen mit einigen weiterführenden Exkursen. Sie ist durch Register erschlossen (Namen, Werke Schurs, Werke Kleists, erwähnte Zeitungen und Zeitschriften). Im Anhang sind außerdem die dem Verfasser bekannt gewordenen Äußerungen Schurs über Kleist dokumentiert.“

Aus: Nachbemerkung, S. 107


edition friedrichshagen 8 (November 2004)

Ronald Vierock (Hrsg.)

Susan Brantly „Laura Marholm. Ihr Leben und ihre Werke“

  • dt. Erstausgabe, übersetzt von Albert Burkhardt
  • 210 S., Abb., Anm.
  • Preis: 12.50 ISBN 3-9806805-9 2

Laura Mohr, Pseud. Marholm (1854-1925), lebte von Herbst 1891 bis Fruhjahr 1893 mit ihrem Mann, dem schwedischen Schriftsteller Ola Hansson in Friedrichshagen. Sie übersetzte seine Arbeiten ins Deutsche und schrieb selbst unter dem Namen Laura Marholm. Sie zahlt zu den bedeutendsten Gestalten der deutschen Frauenrechtsbewegung um 1900.

Der Kritiker Alfred Kerr schrieb 1896 in einem seiner beruhmten Briefe aus Berlin über sie,“eine kopfstarke Person, die alles leistet, was von einer geistig Emanzipierten geleistet werden kann“.

Marholm war ein bedeutendes Phanomen im Geistesleben des Fin de Siecle. Um 1895 wurde sie viel mehr gelesen als ihre heute beruhmten Zeitgenossinnen Ellen Key und Lou Andreas-Salomè. Persönlich und durch ihre Werke war sie damals mit vielen wichtigen Literaten in Skandinavien und Deutschland bekannt. Durch ihre Vermittlung lernte man in Deutschland mehrere skandinavische Autoren kennen. Auserdem war sie eine treibende Kraft bei der Förderung des Verstandnisses der Psychologie von Frauen wahrend der Herausbildung der Psychoanalyse.

(Susan Brantly)


edition friedrichshagen 7 (Mai 2003 – z.Zt. vergriffen)

Rolf F. Lang (Hrsg.)

Festschrift 250 Jahre Friedrichshagen, 1753-2003

Umfang: 220 Seiten, zahlreiche Abbildungen s/w

kartoniert, farbiger Umschlag

Format: 210×210 mm


edition friedrichshagen 6 (November 2003)

Jaap Grave u. Rolf F. Lang (Hrsg.)

Wilhelm Spohr – Briefwechsel mit dem J. C. C. Bruns‘ Verlag, Minden i. W. und Mimi Dekker/Multatuli, Amsterdam

220 Seiten, zahlreiche Abb., 12.80 EURO ISBN 3 – 9806805 – 5 – X

Wilhelm Spohr (1868-1959): Mitglied des Friedrichshagener Dichterkreises und bis 1897 Redakteur an Gustav Landauers (1871-1919) anarchistischer Zeitung Der Sozialist. / Lernt das gesellschaftskritisch bestimmte Werk MULTATULIs (Eduard Douwes Dekker, 1820-1887) kennen, das als bedeutendster Beitrag der Niederlande zur Weltliteratur gilt / Wegen „Anstiftung zum Klassenhaß“ wird Spohr zu einem Jahr Gefängnis verurteilt / Dort erlernt er die niederländische Sprache, einzig um Multatuli für den deutschen Sprachraum zu übersetzen / Die Briefe an den Verleger Gustav Bruns (1848-1908) in Minden/Westf. dokumentieren das Ringen Spohrs um die Verbreitung der Ideen und schriftstellerischen Leistungen Multatulis / Die Freundschaft mit Mimi Douwes Dekker (1839 – 1930), der Witwe Multatulis und der Förderin Spohrs, ist ein menschlich bewegendes Zeugnis von hoher moralischer Gesinnung und Kraft / Aufgenommen sind auch Briefe des Malers und Lebensreformers FIDUS (1868-1948) an den Verleger G. Bruns.

edition friedrichshagen 5 (2001)

Rolf F. Lang / Erik Lehnert (Hrsg.)

Wilhelm Bölsche – Was ich erstrebte. Autobiographische Texte von 1890-1939

Format A5, 130 S., umfangr. Anm., Reg., umfangr. Nachw.

Preis 08.00 Euro ISBN 3-9806805-5-X

edition friedrichshagen 4 (2000)

Marita Keilson-Lauritz und Rolf F. Lang (Hrsg.)

Emanzipation hinter der Weltstadt: Adolf Brand und die Gemeinschaft der Eigenen.

Eine Ausstellung über Adolf Brand (1874-1945), Gründer und Herausgeber der ersten Homosexuellenzeitschrift der Welt „Der Eigene“ in Berlin-Wilhelmshagen, Gründer der „Gemeinschaft der Eigenen“, Enfant terrible der Schwulenbewegung. Erstmals war – dank der Bereitwilligkeit von Leihgebern aus Deutschland und den Niederlanden – die Zeitschrift „Der Eigene“ mit allen Jahrgängen und mit viel Hintergrundmaterial zu bewundern.

Der Katalog enthält neben einer Dokumentation der Exponate und Aufsätzen von Paul Snijders, J. Edgar Bauer, Manfred Herzer und Harry Oosterhuis, ein Interview mit Adolf Brands Nichte Margarethe und einen „Dielen-Bummel“ durch die schwulen Lokale der zwanziger Jahre aus Brands Zeitschrift „Freundschaft und Freiheit“. (Umschlagtext)

Der Katalog zur Ausstellung.

Format A5, 247 S., zahlr. s/w Abb., farb. Pergamentumschlag, brosch.

Preis 15.24 € ISBN 3-9806805-4-1

Inhalt

Aufsätze: Marita Keilson-Lauritz: Ein „eigensinniger“ Aktivist hinter der Weltstadt oder: Schwierigkeiten mit Adolf Brand / J. Edgar Bauer: Der „Einzige“ als „Eigener“. Gelegentliche Thesen zu einer ideologischen Missdeutung Max Stirners. / Paul Snijders: „Ein echter Schwuler schmeißt nix weg“. Notizen eines Sammlers /Manfred Herzer: „Dunkel ist das Leben, ist der Tod“. Verschwörungstheorien und Suizidtabu bei Adolf Brand / Harry Oosterhuis: Adolf Brand und die Schwulenbewegung

Dokumentation: Besuche in Wilhelmshagen. /Gespräche mit Margarethe Brand /Luginsland: Dielen-Bummel

DIE AUSSTELLUNG [Exponate beschrieben u. z.T. ausführl. kommentiert]

Personenregister

edition friedrichshagen 3 (2000)

Marita Keilson-Lauritz und Olaf n. Schwanke (Hrsg.)

Wenn Buben sich küssen. 7 x 11 Gedichte aus der Zeitschrift „Der Eigene“. Ausgewählt, eingeleitet und kommentiert von Marita Keilson-Lauritz und Olaf n. Schwanke.

131 S., mit Anmerkungen zu den Texten und Autoren von Marita Keilson-Lauritz

A5, brosch., kart., s/w Pergamentumschlag

Preis: 8,59 € ISBN 3-9806805-3-3M

77 Gedichte aus der ersten schwulen Kunst- und Literaturzeitschrift der Welt. 77 Zeugnisse für das Lebensgefühl einer wichtigen Epoche schwuler Geschichte.

edition friedrichshagen 2 (2000)

Rolf F. Lang und Erik Lehnert (Hrsg.)

Bruno Wille: Aus Traum u. Kampf. Mein 60jähriges Leben (Reprint)

mit Biographie und Bibliographie

VI + 96 Seiten, 3 Abb., s/w, kartoniert, mit Schutzumschlag, A5

Preis: 7,57 € ISBN 3-9806805-1-7

Die Lebenserinnerungen des Schriftstellers Bruno Wille (1860-1928). Gründer der Freien Volksbühne, Mitglied des Friedrichshagener Dichterkreises und Protagonist der Freireligiösen Bewegung – als Reprint in der Reihe „edition friedrichshagen“ – mit einem Nachwort, einem Essai und einer Bibliographie.

edition friedrichshagen 1(1999)

Rolf F. Lang (Hrsg.)

Fidus – Hugo Höppener, Tagebuch Januar bis Juli 1945.

Berlin-Friedrichshagen 1999

Format A5, 198 Seiten, 9 Abb., s/w, Anmerkungen, kartoniert

Preis: 12,68 € ISBN 3-9806805-0-9

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